1. Rahaman KA, Muresan AR, Min H, Son J, Han HS, Kang MJ, Kwon OS. Simultaneous quantification of TB-500 and its metabolites in in-vitro experiments and rats by UHPLC-Q-Exactive orbitrap MS/MS and their screening by wound healing activities in-vitro. Journal of Chromatography B. 2024;1235:124033.
Direkte präklinische Untersuchung von TB-500 (Ac-LKKTETQ) zu Metabolismus, analytischem Nachweis und biologischer Aktivität. Der Metabolismus wurde unter anderem in humanem Serum, verschiedenen In-vitro-Enzymsystemen und nach TB-500-Gabe bei Ratten untersucht. Im Fibroblasten-Wundheilungsassay zeigte das Elternpeptid TB-500 bei der untersuchten Konzentration keinen signifikanten Effekt gegenüber der Kontrolle; unter den untersuchten Metaboliten zeigte insbesondere Ac-LKKTE signifikante Wundheilungsaktivität.
Originalquelle: PubMed – PMID 38382158
DOI: 10.1016/j.jchromb.2024.124033
2. Esposito S, Deventer K, Goeman J, Van der Eycken J, Van Eenoo P. Synthesis and characterization of the N-terminal acetylated 17-23 fragment of thymosin beta 4 identified in TB-500, a product suspected to possess doping potential. Drug Testing and Analysis. 2012;4(9):733–738.
Zentrale analytische Primärarbeit zur chemischen Identifikation von TB-500. In einem als TB-500 bezeichneten Produkt wurde das N-terminal acetylierte Fragment der Aminosäuren 17–23 von Thymosin β4 als Ac-LKKTETQ identifiziert und anschließend synthetisch hergestellt und charakterisiert. Die Arbeit ist besonders wichtig für die eindeutige Abgrenzung von TB-500 gegenüber dem nicht acetylierten LKKTETQ-Fragment und dem vollständigen Thymosin β4.
Originalquelle: PubMed – PMID 22962027
DOI: 10.1002/dta.1402
3. Ho ENM, Kwok WH, Lau MY, Wong ASY, Wan TSM, Lam KKH, Schiff PJ, Stewart BD. Doping control analysis of TB-500, a synthetic version of an active region of thymosin β4, in equine urine and plasma by liquid chromatography-mass spectrometry. Journal of Chromatography A. 2012;1265:57–69.
In-vivo-Studie zum analytischen Nachweis von TB-500 und seinen Metaboliten nach Verabreichung an Pferde. Die Autoren beschreiben den Hauptbestandteil von TB-500 als künstlich N-terminal acetyliertes LKKTETQ. Die Arbeit ist relevant für Pharmakokinetik, Metabolismus und analytische Identifikation, stellt jedoch keine Wirksamkeitsstudie und keine Humanstudie dar.
Originalquelle: PubMed – PMID 23084823
DOI: 10.1016/j.chroma.2012.09.043
4. Philp D, Badamchian M, Scheremeta B, Nguyen M, Goldstein AL, Kleinman HK. Thymosin beta 4 and a synthetic peptide containing its actin-binding domain promote dermal wound repair in db/db diabetic mice and in aged mice. Wound Repair and Regeneration. 2003;11(1):19–24.
Präklinische Tierstudie zu vollständigem Thymosin β4 und einem synthetischen Peptid mit dessen Actin-Bindungsdomäne. Das untersuchte Heptapeptid war LKKTETQ ohne N-terminale Acetylierung und förderte in alten Mäusen verschiedene Parameter der dermalen Wundheilung. Die Arbeit ist daher für die biologische Bedeutung des 17–23-Fragments relevant, darf aber nicht als direkte Studie zur chemisch unterschiedlichen TB-500-Entity Ac-LKKTETQ dargestellt werden.
Originalquelle: PubMed – PMID 12581423
DOI: 10.1046/j.1524-475x.2003.11105.x
5. Shah R, Reyes-Gordillo K, Rojkind M. Thymosin β4 inhibits PDGF-BB induced activation, proliferation, and migration of human hepatic stellate cells via its actin-binding domain. Expert Opinion on Biological Therapy. 2018;18(sup1):177–184.
Mechanistische In-vitro-Untersuchung an kultivierten humanen hepatischen Sternzellen. Neben Thymosin β4 wurden abgeleitete Peptide untersucht, darunter die nicht acetylierte Actin-Bindungssequenz LKKTETQ (Aminosäuren 17–23). Dieses Fragment beeinflusste verschiedene PDGF-BB-abhängige fibrogene, proliferative und migratorische Prozesse. Es handelt sich um mechanistische Zellkulturevidenz und nicht um eine klinische Studie oder direkte Untersuchung von Ac-LKKTETQ/TB-500.
Originalquelle: PubMed – PMID 30063851
DOI: 10.1080/14712598.2018.1478961
6. Lu P, Shan M, Peng C, Ji W, Yang T, Yang Z, Zhang Z, Wang Y. Alkaline Phosphatase-Triggered Spatiotemporal Repair of Corneal Injury with TB500 Peptide Hydrogel. ACS Applied Materials & Interfaces. 2025;17(50):67503–67518.
Aktuelle präklinische Biomaterialstudie zur Reparatur von Hornhautverletzungen. Verwendet wurde ein enzymresponsives Hydrogel-System mit einem als TB500 bezeichneten LKKTETQ-Peptid, eingebettet in einen phosphorylierten Peptidvorläufer. Die Arbeit liefert interessante Daten zur verwandten Fragmentbiologie und lokalen Wirkstofffreisetzung, untersucht jedoch nicht die freie N-terminal acetylierte Ac-LKKTETQ-Entity, die in der analytischen Literatur als TB-500 identifiziert wurde.
Originalquelle: PubMed – PMID 41359360
DOI: 10.1021/acsami.5c14652
7. Mayfield CK, Bolia IK, Feingold CL, Lin EH, Liu JN, Hatch GFR, Gamradt SC, Weber AE. Injectable Peptide Therapy: A Primer for Orthopaedic and Sports Medicine Physicians. American Journal of Sports Medicine. 2026;54(1):223–229.
Aktuelle narrative Übersichtsarbeit zur Evidenz verschiedener injizierbarer Peptide im orthopädischen und sportmedizinischen Kontext. Die Autoren behandeln unter anderem Thymosin β4 und TB-500 und ordnen die berichteten Effekte auf Angiogenese und Gewebereparatur überwiegend als präklinisch ein. Für orthopädische Anwendungen von TB-500 fehlen belastbare Human-Daten.
Originalquelle: PubMed – PMID 41476424
DOI: 10.1177/03635465251357593
8. U.S. Food and Drug Administration. FDA Evaluation of TB-500-Related Bulk Drug Substances: TB-500 (Free Base) and TB-500 Acetate. Pharmacy Compounding Advisory Committee. 2026.
Aktuelle umfassende behördliche Bewertung von TB-500 Free Base und TB-500 Acetate im Rahmen der Prüfung für die 503A Bulk Drug Substances List. Die FDA definiert TB-500 Free Base als synthetisches N-terminal acetyliertes Heptapeptid mit der Sequenz Ac-LKKTETQ und weist ausdrücklich darauf hin, dass TB-500 und vollständiges Thymosin β4 nicht dieselbe Substanz sind.
Die FDA identifizierte keine publizierten Studien, in denen TB-500 Menschen verabreicht wurde, und keine klinischen Daten zur Behandlung von Wunden oder anderen Erkrankungen. Auch ausreichende nichtklinische Toxikologiedaten fehlen. Für die untersuchte Wundheilungsindikation bewertete die FDA die Evidenz als unzureichend. In der von der FDA ausgewerteten In-vitro-Studie zeigte TB-500 selbst bei 50 µg/mL keine signifikante Wundheilungsaktivität, während der Metabolit Ac-LKKTE einen Effekt zeigte.
Originalquelle: FDA – TB‑500 Briefing Document 2026
**9. NIH National Library of Medicine. PubChem. TB-500 – PubChem CID 62707662. **
Chemische Referenzdatenbank für die als TB-500 geführte Entity. PubChem beschreibt die Verbindung als N-acetyl-L-leucyl-L-lysyl-L-lysyl-L-threonyl-L-glutamyl-L-threonyl-L-glutamine (Ac-LKKTETQ) mit der Sequenz LKKTETQ und N-terminaler Acetylierung. Angegeben werden unter anderem die Summenformel C38H68N10O14, eine Molekülmasse von etwa 889,0 g/mol und die CAS-Nummer 885340-08-9.
Originalquelle: PubChem – CID 62707662