TB-500 Nebenwirkungen & Risiken: Was ist wirklich bekannt?

Von PROTOCOL CXX Research Team Veröffentlicht 22.08.2026 Aktualisiert 26.08.2026 14 Min. Lesezeit
KURZANTWORT

Die Nebenwirkungen von TB-500 beim Menschen sind bislang nicht zuverlässig bekannt. Die FDA identifizierte in ihrer 2026 veröffentlichten Bewertung weder klinische TB-500-Humanstudien noch ausreichende Human-Expositionsdaten. Deshalb existiert derzeit kein belastbares klinisches Nebenwirkungsprofil. Die FDA diskutiert stattdessen potenzielle Risiken wie Immunogenität, Peptidaggregation und peptidebedingte Verunreinigungen. Auch die Langzeitsicherheit ist nicht ausreichend untersucht.

Dieser Beitrag dient der sachlichen Einordnung im Forschungs- und Analysekontext. Die beschriebenen Research Peptide sind nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier vorgesehen.

TB-500 Nebenwirkungen & Risiken: Was ist wirklich bekannt?

Bei TB-500 finden sich online zahlreiche Listen mit angeblich typischen Nebenwirkungen. Wissenschaftlich ist die Situation jedoch deutlich komplizierter: Für das eigentliche TB-500-Molekül fehlen bislang ausreichende Daten am Menschen, aus denen sich Häufigkeit, Schwere oder Langzeitrisiken zuverlässig ableiten ließen.

Kurz gesagt: Die Nebenwirkungen von TB-500 beim Menschen sind bislang nicht zuverlässig bekannt. Die FDA identifizierte in ihrer 2026 veröffentlichten Bewertung weder klinische TB-500-Humanstudien noch ausreichende Human-Expositionsdaten. Deshalb existiert derzeit kein belastbares klinisches Nebenwirkungsprofil. Die FDA diskutiert stattdessen potenzielle Risiken wie Immunogenität, Peptidaggregation und peptidebedingte Verunreinigungen. Auch die Langzeitsicherheit ist nicht ausreichend untersucht.

Welche Nebenwirkungen sind bei TB-500 bekannt?

Für TB-500 ist derzeit kein belastbares klinisches Nebenwirkungsprofil beim Menschen etabliert. Das bedeutet nicht, dass TB-500 nachweislich frei von Nebenwirkungen ist – sondern dass die notwendigen Humandaten fehlen, um typische, seltene oder langfristige Nebenwirkungen zuverlässig zu bestimmen.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Bei einem zugelassenen Arzneimittel basieren Angaben wie „häufig“, „gelegentlich“ oder „selten“ auf kontrollierten klinischen Studien und der anschließenden Pharmakovigilanz. Für TB-500 existiert eine solche Datengrundlage bislang nicht.

Die FDA stellte 2026 fest, dass sie keine klinischen Studien oder Human-Expositionsdaten identifizieren konnte, in denen TB-500 über irgendeinen Verabreichungsweg beim Menschen untersucht wurde. Deshalb bezeichnet die Behörde die potenziellen Sicherheitsrisiken beim Menschen als unbekannt.

Sind Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Rötungen bekannte TB-500-Nebenwirkungen?

Nein – solche Beschwerden lassen sich derzeit nicht als klinisch etablierte TB-500-Nebenwirkungen bezeichnen. Sie werden auf verschiedenen Webseiten und in Erfahrungsberichten genannt, stammen aber nicht aus einer belastbaren klinischen Nebenwirkungsdatenbank zu TB-500.

Online werden beispielsweise häufig genannt:

  • Kopfschmerzen

  • Müdigkeit

  • Schwindel

  • Wärmegefühl

  • lokale Rötungen

  • Reaktionen an einer Injektionsstelle

Solche Angaben sollten nicht automatisch als „bekannte Nebenwirkungen von TB-500“ übernommen werden.

Die FDA durchsuchte für ihre Bewertung unter anderem die FAERS-Datenbank nach mit TB-500 verbundenen unerwünschten Ereignissen. Bis zum Stichtag im März 2025 wurden dort keine entsprechenden Berichte gefunden. Auch in der veröffentlichten medizinischen Literatur identifizierte die Behörde keine Human-Fallberichte zu TB-500.

Das ist jedoch kein Sicherheitsnachweis.

Fehlende Meldungen können unter anderem dadurch entstehen, dass eine Substanz kaum systematisch klinisch verwendet wird, Produkte unter wechselnden Bezeichnungen auftreten oder Ereignisse nicht gemeldet werden. Die FDA weist selbst auf die Grenzen solcher Meldesysteme hin.

Die wissenschaftlich sauberere Aussage lautet deshalb:

Typische TB-500-Nebenwirkungen können derzeit weder zuverlässig bestätigt noch ausgeschlossen werden.

Warum wissen wir so wenig über die Sicherheit von TB-500?

Die größte Sicherheitslücke besteht darin, dass kontrollierte Daten aus der Anwendung von TB-500 beim Menschen fehlen. Zusätzlich fehlen ausreichende pharmakokinetische, pharmakodynamische und toxikologische Daten.

Für eine belastbare Sicherheitsbewertung wären unter anderem Daten erforderlich zu:

  • akuter Verträglichkeit

  • Dosis-Wirkungs-Beziehungen

  • Pharmakokinetik

  • Pharmakodynamik

  • Immunreaktionen

  • Organ- und Systemtoxizität

  • wiederholter Exposition

  • Langzeitexposition

  • potenziellen Wechselwirkungen

  • besonderen Risikogruppen

Genau diese Datenbasis existiert für TB-500 bislang nicht in ausreichender Form.

Die FDA identifizierte 2026 keine klinischen Studien zur Pharmakokinetik oder Pharmakodynamik von TB-500 beim Menschen. Auch nichtklinische Toxizitätsstudien, die eine klinische Sicherheitsbewertung tragen könnten, wurden von der Behörde nicht identifiziert.

Damit unterscheidet sich TB-500 fundamental von zugelassenen Medikamenten mit etabliertem Sicherheitsprofil.

Was sagt die FDA zur Sicherheit von TB-500?

Die FDA bewertet die vorhandene Sicherheitsinformation zu TB-500 als unzureichend. Besonders hervorgehoben werden die fehlenden Human-Daten sowie potenzielle Risiken durch Immunogenität, Peptidaggregation und peptidebedingte Verunreinigungen.

In ihrem umfassenden Review zu TB-500 Free Base und TB-500 Acetate kommt die FDA zu mehreren wichtigen Punkten:

1. Keine ausreichenden Human-Daten

Es wurden keine klinischen Studien oder ausreichenden Human-Expositionsdaten identifiziert.

2. Keine ausreichenden toxikologischen Daten

Die FDA konnte keine nichtklinischen Toxizitätsstudien identifizieren, die eine verlässliche Sicherheitsbeurteilung für eine mögliche klinische Verwendung ermöglichen würden.

3. Potenzielle Immunogenität

Als Peptid kann TB-500 theoretisch Immunreaktionen auslösen. Wie groß dieses Risiko tatsächlich ist, wurde für TB-500 nicht klinisch bestimmt.

4. Potenzielle Aggregation

Peptide können sich unter bestimmten Bedingungen zu größeren Strukturen zusammenlagern. Solche Aggregate können Qualität, biologische Eigenschaften und Immunogenität beeinflussen.

5. Peptidbezogene Verunreinigungen

Bei der Herstellung synthetischer Peptide können verwandte Nebenprodukte oder andere Verunreinigungen entstehen. Welche davon vorhanden sind und wie relevant sie sind, hängt vom Herstellungs- und Analyseprozess ab.

Entscheidend ist: Die FDA sagt nicht, dass jede dieser Komplikationen bei TB-500 zwangsläufig auftreten muss.

Sie sagt vielmehr, dass ausreichende Daten fehlen, um diese Risiken auszuschließen oder quantitativ einzuordnen.

Kann TB-500 Immunreaktionen auslösen?

Eine Immunreaktion auf TB-500 ist ein potenzielles Risiko, aber keine klinisch nachgewiesene typische Nebenwirkung. Die FDA sieht aufgrund der Peptidstruktur, möglicher Aggregate und peptidebedingter Verunreinigungen einen Grund zur Vorsicht, konnte das tatsächliche Risiko wegen fehlender Humanstudien jedoch nicht bestimmen.

Unter Immunogenität versteht man die Fähigkeit einer Substanz, eine Immunantwort hervorzurufen.

Bei Peptid- oder Proteinprodukten können beispielsweise Antikörper entstehen. Die möglichen Folgen reichen grundsätzlich von messbaren Antikörpern ohne erkennbare Symptome bis zu klinisch relevanten Immunreaktionen.

Aggregation kann dieses Risiko beeinflussen.

Die FDA weist deshalb darauf hin, dass Peptide über ihre reine chemische Sequenz hinaus bewertet werden müssen. Herstellungsprozess, Formulierung, Stabilität und Verunreinigungsprofil können für die Immunogenität relevant sein.

Für TB-500 selbst identifizierte die FDA jedoch keine klinischen Untersuchungen, die Immunogenität oder Aggregation beim Menschen systematisch bewertet hätten.

Daraus folgt:

„TB-500 verursacht Immunreaktionen“ wäre zu stark formuliert.

Korrekt ist:

Ein mögliches Immunogenitätsrisiko kann derzeit aufgrund fehlender Daten nicht ausreichend ausgeschlossen oder quantifiziert werden.

Welche Rolle spielen Aggregation und Verunreinigungen?

Aggregation und peptidebedingte Verunreinigungen sind bei synthetischen Peptiden eigenständige Qualitäts- und Sicherheitsfragen. Ein Produkt kann einen hohen HPLC-Hauptpeak aufweisen und dennoch zusätzliche Qualitätsmerkmale benötigen, um seine Identität und Beschaffenheit umfassend zu beurteilen.

Peptide reagieren teilweise empfindlich auf:

  • Herstellungsbedingungen

  • Temperatur

  • pH-Wert

  • Konzentration

  • Formulierung

  • Lagerung

  • chemische Abbauprozesse

  • prozessbedingte Verunreinigungen

Die FDA weist darauf hin, dass Peptide wie TB-500 abhängig von diesen Faktoren aggregieren oder degradieren können. Für die Charakterisierung solcher Aggregate können zusätzliche analytische Methoden notwendig sein.

Bei einem synthetisch hergestellten Peptid können zudem unter anderem entstehen:

  • verkürzte Sequenzen

  • verlängerte Sequenzen

  • falsch gekoppelte Peptide

  • chemisch modifizierte Nebenprodukte

  • Abbauprodukte

  • Synthese- und Prozessrückstände

Das bedeutet nicht, dass jedes TB-500-Produkt solche Probleme besitzt. Es bedeutet, dass Produktqualität nicht allein anhand des Namens „TB-500“ beurteilt werden kann.

Warum bedeutet „99 % Reinheit“ nicht automatisch „sicher“?

Eine hohe angegebene HPLC-Reinheit beantwortet nur einen Teil der Qualitätsfragen und ist kein automatischer Sicherheitsnachweis.

Eine Reinheitsangabe kann wertvolle Informationen liefern. Sie beantwortet aber nicht zwangsläufig alle Fragen zu:

Qualitätsmerkmal Wird durch eine reine %-Reinheitsangabe automatisch beantwortet?
Peptididentität Nein
korrekte Sequenz Nicht zwingend
Salz-/Gegenionenform Nein
Aggregate Nicht zwingend
bakterielle Endotoxine Nein
Sterilität Nein
mikrobiologische Qualität Nein
Fremdpartikel Nein
Restlösungsmittel/Prozessstoffe Nicht zwingend
tatsächlicher Peptidgehalt Nicht automatisch

Besonders relevant ist das bei TB-500, weil die FDA bei ihrer Untersuchung auf uneinheitliche Bezeichnungen und unterschiedliche chemische Formen stieß.

TB-500 Free Base und TB-500 Acetate sind beispielsweise nicht einfach zwei beliebige Schreibweisen derselben technischen Produktform. Die FDA behandelt sie als unterschiedliche Bulk Drug Substances mit unterschiedlichen physikalisch-chemischen Eigenschaften.

Wer verstehen möchte, welche Informationen ein Analysezertifikat tatsächlich liefert, findet dazu unseren ausführlichen Überblick zu Peptid-Laboranalysen und COA.

Wie wir Produktidentität, Chargen und Analysedokumentation grundsätzlich einordnen, erklären wir unter Qualität und Chargendokumentation.

Gibt es Langzeitdaten zu TB-500?

Nein. Ein belastbares Langzeit-Sicherheitsprofil von TB-500 beim Menschen ist derzeit nicht etabliert.

Dafür wären ausreichend große und langfristige Humanstudien erforderlich.

Ohne solche Daten lassen sich beispielsweise folgende Fragen derzeit nicht zuverlässig beantworten:

  • Welche Effekte treten nach wiederholter Exposition auf?

  • Können sich seltene unerwünschte Wirkungen entwickeln?

  • Gibt es kumulative Effekte?

  • Welche Auswirkungen bestehen bei längerer Exposition?

  • Welche Personengruppen könnten besonders empfindlich reagieren?

  • Bestehen relevante Wechselwirkungen?

Deshalb wäre sowohl die Aussage

„TB-500 ist langfristig gefährlich“

als auch

„TB-500 ist langfristig sicher“

wissenschaftlich nicht haltbar.

Der aktuelle Forschungsstand lautet schlicht:

Die Langzeitsicherheit ist nicht ausreichend bekannt.

TB-500 und Krebs – gibt es einen Zusammenhang?

Es gibt derzeit keinen belastbaren Nachweis dafür, dass TB-500 beim Menschen Krebs verursacht. Gleichzeitig reichen die verfügbaren Human-Daten nicht aus, um langfristige Risiken in diesem Bereich sicher zu beurteilen.

Der Zusammenhang wird häufig deshalb diskutiert, weil Forschung zu vollständigem Thymosin beta-4 Prozesse wie Zellmigration und Angiogenese untersucht hat.

Angiogenese bezeichnet die Bildung neuer Blutgefäße. Dieser Prozess ist für normale Vorgänge wie Gewebereparatur wichtig, spielt aber ebenfalls in der Tumorbiologie eine Rolle.

In präklinischen Modellen wurde vollständiges Thymosin beta-4 unter anderem mit Angiogenese und Tumorprogression in Verbindung gebracht.

Das darf jedoch nicht automatisch auf TB-500 übertragen werden.

TB-500 ist das N-terminal acetylierte Heptapeptid Ac-LKKTETQ. Vollständiges Thymosin beta-4 besteht dagegen aus 43 Aminosäuren.

Auch Daten zum nicht acetylierten Fragment LKKTETQ sind nicht automatisch identisch mit Daten zu Ac-LKKTETQ.

Deshalb wäre die Aussage

„TB-500 ist krebserregend“

mit der derzeitigen Datenlage nicht belegt.

Ebenso wäre die gegenteilige Aussage

„TB-500 hat keinerlei Krebsrisiko“

wegen der fehlenden langfristigen Human-Daten nicht wissenschaftlich abgesichert.

Die seriöse Einordnung lautet:

Tumorbiologische Fragen sind aufgrund der Forschung zu verwandten Thymosin-beta-4-Systemen theoretisch relevant, aber ein kausales Krebsrisiko durch TB-500 beim Menschen ist derzeit nicht nachgewiesen.

Ist TB-500 im Sport verboten?

Ja. Für Sportler, die dem WADA-Regelwerk unterliegen, ist TB-500 verboten. Die WADA führt Thymosin-β4 und seine Derivate, ausdrücklich einschließlich TB-500, unter S2.3 „Growth Factors and Growth Factor Modulators“. Die WADA-Verbotsliste 2026 ist seit dem 1. Januar 2026 in Kraft.

Damit ist TB-500 für Wettkampfsportler kein unklarer Grenzfall.

Die Klassifizierung erfolgt unter anderem zusammen mit Wachstumsfaktoren und Wachstumsfaktor-Modulatoren, die Muskel-, Sehnen- oder Bandprozesse, Gefäßbildung oder regenerative Kapazität beeinflussen können.

Auch das deutsche Anti-Doping-Gesetz nennt in seiner Stoffliste ausdrücklich:

„Thymosin-beta-4 und seine Derivate – zum Beispiel TB-500.“

Das bedeutet jedoch nicht, dass aus der bloßen Aufnahme in diese Liste automatisch für jede denkbare Situation dieselbe strafrechtliche Folge entsteht. Das deutsche AntiDopG knüpft einzelne Verbote unter anderem an den Zweck des Dopings im Sport und teilweise an weitere Voraussetzungen.

Sportrechtliche und strafrechtliche Fragen sollten deshalb getrennt betrachtet werden.

Ist TB-500 von der FDA zugelassen?

Nein. TB-500 ist kein FDA-zugelassenes Arzneimittel. Auch die Diskussion im Pharmacy Compounding Advisory Committee im Juli 2026 stellt keine Arzneimittelzulassung dar.

Das ist besonders wichtig, weil die FDA-Beratungen 2026 teilweise missverständlich als „FDA-Zulassung für Peptide“ dargestellt wurden.

Tatsächlich ging es um eine andere Frage:

Sollten TB-500 Free Base und TB-500 Acetate in die sogenannte 503A Bulks List aufgenommen werden, die für bestimmte Rezepturherstellungen durch US-Compounding-Pharmacies relevant ist?

FDA-Mitarbeiter kamen in ihrem wissenschaftlichen Briefing zunächst zu dem Ergebnis, dass die Kriterien gegen eine Aufnahme sprechen – unter anderem wegen fehlender Human-Daten, begrenzter Sicherheitsinformationen und offener Charakterisierungsfragen.

FDA-Update 2026: Was hat das Beratungsgremium entschieden?

Das FDA Pharmacy Compounding Advisory Committee sprach sich am 23. Juli 2026 mehrheitlich dafür aus, TB-500 Free Base und TB-500 Acetate für die 503A Bulks List zu empfehlen. Diese Empfehlung ist nicht bindend und bedeutet weder eine FDA-Arzneimittelzulassung noch einen Nachweis von Sicherheit oder Wirksamkeit.

Öffentlich berichtete Abstimmungszahlen lagen für beide Formen bei 8 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Die FDA erklärt grundsätzlich ausdrücklich, dass Empfehlungen ihrer Advisory Committees nicht bindend sind.

Das Ergebnis ist bemerkenswert, weil das Beratungsgremium damit von der vorher veröffentlichten Empfehlung der FDA-Fachreviewer abwich.

An der wissenschaftlichen Datenlage ändert eine solche Abstimmung jedoch nichts:

  • Es entstehen dadurch keine neuen klinischen Studien.

  • TB-500 wird dadurch nicht zu einem FDA-zugelassenen Arzneimittel.

  • Eine 503A-Empfehlung ist keine Aussage, dass ein Produkt sicher oder wirksam ist.

  • Ein Advisory Committee trifft nicht die endgültige regulatorische Entscheidung der FDA.

Stand August 2026 sollte dieser Abschnitt bei zukünftigen Aktualisierungen erneut überprüft werden, da die 503A-Regulierung ein laufender Prozess ist.

Wie sollte die Sicherheit von TB-500 insgesamt eingeordnet werden?

Die wichtigste Aussage zur Sicherheit von TB-500 ist nicht eine lange Liste angeblicher Nebenwirkungen.

Sie lautet:

Wir verfügen derzeit nicht über genügend Human-Daten, um ein belastbares Sicherheitsprofil zu erstellen.

Die FDA-Bewertung 2026 zeigt drei getrennte Ebenen:

  1. Direkte Human-Sicherheitsdaten fehlen.

  2. Peptidspezifische Risiken wie Immunogenität, Aggregation und Verunreinigungen sind theoretisch und analytisch relevant.

  3. Produktqualität ist eine zusätzliche Frage und darf nicht mit klinischer Sicherheit gleichgesetzt werden.

Ein hochwertiges COA kann helfen, Identität und bestimmte Qualitätsmerkmale einer Charge zu dokumentieren.

Ein COA kann jedoch keine fehlenden klinischen Sicherheitsstudien ersetzen.

Wer zuerst die biologische Forschung hinter dem Molekül verstehen möchte, findet die ausführliche Einordnung unter TB-500 Wirkung und Studienlage.

Subjektive Berichte und deren Grenzen behandeln wir separat unter TB-500 Erfahrungen.

Die Unterschiede zu einem weiteren häufig diskutierten Research-Peptid erklären wir im Beitrag BPC-157 vs. TB-500.

Weitere technische Produktinformationen finden sich auf der Seite zum TB-500 Peptid.

Häufige Fragen zu TB-500 Nebenwirkungen und Risiken

Welche Nebenwirkungen hat TB-500?

Ein belastbares klinisches Nebenwirkungsprofil beim Menschen ist bislang nicht etabliert. Die FDA identifizierte keine ausreichenden klinischen Human- oder Expositionsdaten, aus denen Häufigkeit und Art möglicher Nebenwirkungen zuverlässig bestimmt werden könnten.

Ist TB-500 gefährlich?

Das lässt sich derzeit nicht zuverlässig quantifizieren. Fehlende Sicherheitsdaten sind weder ein Beweis für Gefährlichkeit noch für Sicherheit. Die FDA nennt insbesondere mögliche Immunogenität, Aggregation und peptidebedingte Verunreinigungen als offene Sicherheitsfragen.

Sind Kopfschmerzen und Müdigkeit typische Nebenwirkungen von TB-500?

Solche Symptome werden online und in Erfahrungsberichten genannt, sind aber derzeit nicht als klinisch etablierte TB-500-Nebenwirkungen belegt. Kontrollierte Humanstudien, aus denen eine Häufigkeit abgeleitet werden könnte, fehlen.

Gibt es Langzeitstudien zu TB-500?

Ein belastbares Langzeit-Sicherheitsprofil beim Menschen ist nicht etabliert. Die FDA identifizierte in ihrer Bewertung 2026 keine klinischen TB-500-Humanstudien.

Ist TB-500 beim Menschen getestet?

Die FDA identifizierte in ihrem 2026 veröffentlichten Review keine klinischen Studien oder Human-Expositionsdaten, in denen TB-500 beim Menschen untersucht wurde.

Kann TB-500 Immunreaktionen verursachen?

Ein Immunogenitätsrisiko wird von der FDA als potenzielles Sicherheitsproblem diskutiert. Ob und wie häufig TB-500 beim Menschen Immunreaktionen auslöst, ist wegen fehlender klinischer Daten jedoch unbekannt.

Ist TB-500 krebserregend?

Ein kausaler Zusammenhang zwischen TB-500 und Krebs beim Menschen ist nicht nachgewiesen. Angiogenese und Tumorbiologie werden vor allem in Forschung zu vollständigem Thymosin beta-4 diskutiert. Diese Daten können nicht automatisch auf TB-500 übertragen werden.

Ist TB-500 von der FDA zugelassen?

Nein. TB-500 ist kein FDA-zugelassenes Arzneimittel. Auch die 2026 erfolgte Empfehlung des Pharmacy Compounding Advisory Committee zur 503A Bulks List stellt keine Arzneimittelzulassung dar.

Ist TB-500 im Sport verboten?

Ja. Die WADA führt Thymosin-β4 und seine Derivate wie TB-500 unter den verbotenen Wachstumsfaktoren und Wachstumsfaktor-Modulatoren. Auch im deutschen Anti-Doping-Regelwerk wird TB-500 ausdrücklich genannt.

Warum ist die Produktqualität bei TB-500 wichtig?

Peptide können je nach Herstellungsprozess, Formulierung und Lagerung unterschiedliche Verunreinigungs- oder Aggregationsprofile aufweisen. Deshalb sind Identität, Reinheit und weitere chargenbezogene Qualitätsparameter getrennt zu betrachten.

Was sagt ein COA über TB-500 aus?

Ein Certificate of Analysis dokumentiert die tatsächlich geprüften Eigenschaften einer bestimmten Charge. Welche Aussagekraft es besitzt, hängt davon ab, welche Methoden und Parameter enthalten sind. Eine HPLC-Reinheitsangabe allein beweist weder Sterilität noch Endotoxinfreiheit noch klinische Sicherheit.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. U.S. Food and Drug Administration (FDA), 2026: Evaluation of TB-500-Related Bulk Drug Substances (TB-500 Free Base and TB-500 Acetate). Pharmacy Compounding Advisory Committee Briefing Document, Juli 2026.

  2. U.S. Food and Drug Administration: Certain Bulk Drug Substances for Use in Compounding that May Present Significant Safety Risks. Sicherheitsbewertung zu Thymosin-beta-4-Fragment/TB-500.

  3. U.S. Food and Drug Administration: Pharmacy Compounding Advisory Committee, Meeting vom 23.–24. Juli 2026.

  4. World Anti-Doping Agency (WADA): 2026 List of Prohibited Substances and Methods, Kategorie S2.3 – Thymosin-β4 und Derivate, einschließlich TB-500.

  5. Bundesrepublik Deutschland: Gesetz gegen Doping im Sport (AntiDopG), Anlage – Thymosin-beta-4 und seine Derivate, zum Beispiel TB-500.

  6. Smart N, Rossdeutsch A, Riley PR. (2007): Thymosin beta4 and angiogenesis: modes of action and therapeutic potential. Angiogenesis 10(4):229–241.

  7. Cha HJ et al. (2003): Role of thymosin beta4 in tumor metastasis and angiogenesis. Journal of the National Cancer Institute 95(22):1674–1680. Die Studie betrifft vollständiges Thymosin beta-4 und dient nicht als direkter Sicherheitsnachweis für TB-500.

Stand: August 2026. Dieser Beitrag dient der wissenschaftlichen und allgemeinen Information. Er stellt keine medizinische Beratung, Diagnose, Therapie- oder Anwendungsempfehlung dar.

RESEARCH PRODUCT / PROTOCOL CXX

TB 500 – Produktdaten

Die produktspezifischen Angaben zum Research Peptid sind getrennt vom redaktionellen Wissensartikel auf der Produktseite dokumentiert.

INHALT
10 mg
REINHEIT
≥99 % HPLC
CHARGE / LOT
2026-07-01
VERWENDUNGSZWECK
Research Use Only
AUTOR & AKTUALISIERUNG PROTOCOL CXX Research Team Veröffentlicht 22.08.2026 · Aktualisiert 26.08.2026
REDAKTIONELLER HINWEIS

Unsere Wissensartikel trennen allgemeine redaktionelle Einordnung von produktspezifischen Angaben. Reinheit, Charge, COA und technische Produktdaten werden – sofern vorhanden – direkt am jeweiligen Research Peptid dokumentiert.