1. Bishop JB, Phillips LG, Mustoe TA, et al. A prospective randomized evaluator-blinded trial of two potential wound healing agents for the treatment of venous stasis ulcers. Journal of Vascular Surgery. 1992;16(2):251–257.
Prospektive, randomisierte und evaluator-verblindete Humanstudie mit 86 auswertbaren Patienten mit venösen Stauungsulzera. Verglichen wurden Silber-Sulfadiazin, ein biologisch aktiver Kupfer-Tripeptid-Komplex und ein Vehikel. Während Silber-Sulfadiazin die Ulkusgröße stärker reduzierte, zeigte sich zwischen dem Kupfer-Tripeptid-Komplex und dem Vehikel kein signifikanter Unterschied.
PubMed – PMID 1495150
DOI: 10.1067/mva.1992.37086
2. Mulder GD, Patt LM, Sanders L, Rosenstock J, Altman MI, Hanley ME, Duncan GW. Enhanced healing of ulcers in patients with diabetes by topical treatment with glycyl-L-histidyl-L-lysine copper. Wound Repair and Regeneration. 1994;2(4):259–269.
Multizentrische, randomisierte, evaluator-verblindete und placebokontrollierte Humanstudie bei Patienten mit diabetischen neuropathischen Ulzera. Die topische GHK-Cu-Formulierung wurde zusätzlich zu einem standardisierten Wundversorgungsprotokoll untersucht. Bei plantaren Ulzera wurden eine stärkere prozentuale Wundflächenreduktion und eine höhere Heilungsrate gegenüber dem Vehikel berichtet. Die Studie zählt zu den wichtigsten positiven klinischen Primärarbeiten zu topisch eingesetztem GHK-Cu bei chronischen Wunden.
PubMed – PMID 17147644
DOI: 10.1046/j.1524-475X.1994.20406.x
3. Miller TR, Wagner JD, Baack BR, Eisbach KJ. Effects of topical copper tripeptide complex on CO2 laser-resurfaced skin. Archives of Facial Plastic Surgery. 2006;8(4):252–259.
Randomisierte Humanstudie nach CO2-Laser-Resurfacing; 13 Teilnehmer schlossen die Studie ab. Computerbasierte Analysen und verblindete Beurteiler fanden keinen signifikanten Zusatznutzen des GHK-Cu-haltigen Hautpflegeprotokolls hinsichtlich Erythem, Falten oder allgemeiner Hautqualität. Lediglich bei einer subjektiven Fragebogenbewertung wurde ein Unterschied zugunsten von GHK-Cu berichtet.
PubMed – PMID 16847171
DOI: 10.1001/archfaci.8.4.252
4. Maquart FX, Pickart L, Laurent M, Gillery P, Monboisse JC, Borel JP. Stimulation of collagen synthesis in fibroblast cultures by the tripeptide-copper complex glycyl-L-histidyl-L-lysine-Cu2+. FEBS Letters. 1988;238(2):343–346.
Zentrale In-vitro-Arbeit zur Wirkung von GHK-Cu auf kultivierte Fibroblasten. Die Autoren berichteten eine Stimulation der Kollagensynthese nach Exposition gegenüber dem Kupfer-Tripeptid-Komplex. Die Studie bildet eine wichtige mechanistische Grundlage der GHK-Cu-Forschung, stellt jedoch keine klinische Humanstudie dar.
PubMed – PMID 3169264
DOI: 10.1016/0014-5793(88)80509-X
5. Wegrowski Y, Maquart FX, Borel JP. Stimulation of sulfated glycosaminoglycan synthesis by the tripeptide-copper complex glycyl-L-histidyl-L-lysine-Cu2+. Life Sciences. 1992;51(13):1049–1056.
In-vitro-Untersuchung an normalen humanen Fibroblasten. GHK-Cu erhöhte konzentrationsabhängig die Synthese bestimmter Glycosaminoglykane, insbesondere von extrazellulärem Dermatansulfat und zellassoziiertem Heparansulfat. Für Hyaluronsäure wurde dagegen keine entsprechende Stimulation beobachtet. Die Arbeit liefert mechanistische Zellkulturevidenz und keinen klinischen Wirksamkeitsnachweis.
PubMed – PMID 1522753
DOI: 10.1016/0024-3205(92)90504-I
6. Maquart FX, Bellon G, Chaqour B, et al. In vivo stimulation of connective tissue accumulation by the tripeptide-copper complex glycyl-L-histidyl-L-lysine-Cu2+ in rat experimental wounds. Journal of Clinical Investigation. 1993;92(5):2368–2376.
Zentrale tierexperimentelle Primärstudie in einem Wundkammermodell bei Ratten. GHK-Cu führte konzentrationsabhängig zu einer erhöhten Akkumulation von extrazellulärer Matrix, darunter Kollagen und Glycosaminoglykane. Zudem wurden Veränderungen der Expression von Typ-I- und Typ-III-Kollagen-mRNA beschrieben. Die Ergebnisse sind präklinisch und nicht unmittelbar auf klinische Wundheilung beim Menschen übertragbar.
PubMed – PMID 8227353
DOI: 10.1172/JCI116842
7. Siméon A, Monier F, Emonard H, Gillery P, Birembaut P, Hornebeck W, Maquart FX. Expression and activation of matrix metalloproteinases in wounds: modulation by the tripeptide-copper complex glycyl-L-histidyl-L-lysine-Cu2+. Journal of Investigative Dermatology. 1999;112(6):957–964.
Präklinische Studie in einem experimentellen Wundmodell bei Ratten zur Expression und Aktivierung verschiedener Matrix-Metalloproteinasen. GHK-Cu beeinflusste insbesondere die Expression beziehungsweise Aktivierung von MMP-2 und MMP-9 in unterschiedlichen Phasen der Wundheilung. Die Ergebnisse unterstützen eine mögliche Rolle bei der Regulation des Gewebeumbaus, stellen jedoch keine Human-Evidenz dar.
PubMed – PMID 10383745
DOI: 10.1046/j.1523-1747.1999.00606.x
8. Mortazavi SM, Mohammadi Vadoud SA, Moghimi HR. Topically applied GHK as an anti-wrinkle peptide: Advantages, problems and prospective. BioImpacts. 2024;15:30071. eCollection 2025.
Aktuelle Übersichtsarbeit zur topischen Anwendung von GHK und verwandten Formen wie GHK-Cu und Pal-GHK im dermatologischen und kosmetischen Kontext. Die Autoren diskutieren mechanistische Zellkulturevidenz, Hautpenetration und Formulierungsprobleme und weisen darauf hin, dass trotz der weiten Verwendung von GHK-Cu in Anti-Aging-Produkten nur begrenzte publizierte klinische Evidenz zu Hautpenetration und tatsächlicher Anti-Falten-Wirksamkeit vorliegt.
PubMed – PMID 39963574
DOI: 10.34172/bi.30071
9. ClinicalTrials.gov. Topical GHK-Cu Gel for Acute Skin Wound Healing (CuHeal). NCT07437586. Phase 2.
Laufende randomisierte, doppelblinde, vehikelkontrollierte Phase-2-Studie zur topischen Anwendung von GHK-Cu bei standardisierten akuten Hautwunden gesunder Erwachsener. Innerhalb eines Split-Wound-Designs werden zwei kleine Punch-Biopsie-Wunden desselben Teilnehmers mit GHK-Cu-Gel beziehungsweise Vehikel behandelt. Die geplante Teilnehmerzahl beträgt 60. Der Registereintrag führt die Studie derzeit als „Recruiting“; Ergebnisse wurden bislang nicht veröffentlicht. Sie ist daher als laufende klinische Forschung und nicht als Wirksamkeitsnachweis einzuordnen.
ClinicalTrials.gov – NCT07437586